Das hat sich nicht geändert seit der Zeit, als die in die USA verschleppten schwarzen Sklaven diese Musik erfunden hatten. In der zweiten Hälfte des 19ten Jahrhunderts, nach der Emanzipation der völlig rechtlosen Landarbeiter in den Südstaaten der heutigen USA, verbreiteten die schwarzen Musiker ihren "Blues" über diese regionalen Grenzen hinaus. Dieser ursprüngliche Blues entwickelte sich aus stark rhythmisierten Arbeitsliedern, einem rhythmischen Rufen und Schreien der Sklaven in den Baumwoll- und Maisfeldern ihrer weißen Herren. Er war auch ein Ausdruck ihres Kampfes gegen die Einsamkeit der langen Arbeitsstunden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Tägliche harte, körperliche Arbeit auf ausgedehnten und stillen Feldern, wo die einzige Abwechslung die gelegentlich in der Ferne vorüberziehenden Züge mit ihren heulenden Dampflokomotiven waren.Zu diesen Arbeitsliedern und Balladen entwickelten sie eine Gitarrenbegleitung, die in ihrem Klang und in ihrer Spieltechnik ohne Vorläufer waren. Der Gitarrenstil ließ sich dabei nach regionaler Herkunft, z.B. Georgia, Carolina oder Texas, unterscheiden. Insbesondere das Mississippi Delta war eine Wiege des Country-Blues und brachte viele der besten frühen Bluesmusiker hervor. Tondokumente aus dieser Zeit hinterließen z.B. Robert Johnson, Son House, Bukka White, Charley Patton, John Lee Hooker uvam. Wer ein größeres Interesse an den Ursprüngen dieser unserer Musik verspürt, der sei hier auf ein Buch verwiesen - Blues - Geschichte und Geschichten, von Carl-Ludwig Reichert im dtv (ISBN 3-423-24259-0), 2001 Fall Sie sich nicht für meinen musikalischen Werdegang interessieren, bitte einfach diesen Abschnitt überspringen. Mit 15 hatte ich von meinem Lehrlingsgehalt in Höhe von 17,50 DM immerhin 15 DM Ratenzahlungen für meinen ersten Bass abzweigen können. Ein schwarzer ECO 4-Saiter, eine heute weitgehend unbekannte Marke. Nix dolles, alles ganz einfach, 360 DM, aber alles dran was es brauchte, um möglichst viele unserer Lieblingssongs nachzuspielen, denen wir jeden Freitag um 19 Uhr in der Radio-Hit-Parade des Bayrischen Rundfunks lauschten. Das waren in den 60ern und 70ern natürlich The Beatles - Kinks - Who - Stones - Spencer Davis Group und Traffic - Fleetwood Mac - Canned Heat - Jethro Tull - Cream - Jimi Hendrix - Steamhammer - Jeff Beck Group - Crosby Stills Nash and Young - Ten Years After - John Mayall - Tremeloes - Beach Boys - Taste - Johnny Winter - ZZ Top - Yardbirds - Gentle Giant - Yes - Little Feat - Blind Faith - Led Zeppelin - Bob Dylan - Doors - Wishbone Ash - Steely Dan - Zappa - Small Faces - Santana - Quicksilver Messenger Service - Hollies - Jefferson Airplane - Grateful Dead - Pretty Things - Lynyrd Skynyrd - Spooky Tooth - Eagles - Allman Brothers - Scott McKenzie mit seinem Flower Power Hit: "If you come to San Francisco" - Doobie Brothers - The Move - Wilson Picket - Joe Cocker - Iron Butterfly - Savoy Brown - Jukka Tolonen - Bob Marley - Renaissance - Dave Dee Dozy Beaky Mick & Tich - Rattles und Wonderland - The Troggs - The Crazy World of Arthur Brown - Manfred Mann - The Move - Donovan - The Equals - John Fred and his Playboy Band - The Dave Clark Five - Alexandra - Box Tops - Janis Joplin - Tommy James and the Shondells - 5th Dimensions - Monkees - Sam & Dave - The Casuals - The Status Quo - Creedence Clearwater Revival - Bee Gees - Steppenwolf - Can - Birds - Fotheringay - Amon Düül - Loving Spoonful - Lords - Pink Floyd und Alice Cooper. |