Martin Wischermann
Am 9.11.1956 ist Martin Wischermann in diese Blues-Welt hineingeboren worden. Schon im Alter von 10 Jahren war es das Schlagzeug, dass ihn wie eine magische, magnetische Kraft anzog. Zu der Zeit veröffentlichte eine Rockband namens Rolling Stones gerade den Song "I can't get no satisfaction". Und ein Jahr später gab eine vierköpfige Band namens Beatles eine LP herausgab mit dem Titel "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band". Da war klar was Martin zu tun hatte.
Mit 14 Jahren gründete er, zusammen mit Henry Umlauff und einigen Mitschülern, seine erste Band die "Navy Cut". Dem folgte später der "Blues Express". Das war Godesberger Urgestein aus den Underground-Tagen, international bekannt auch unter dem Begriff "Kraut-Rock".
Um seine Fertigkeiten zu erweitern nahm er Schlagzeugunterricht bei Martin Schulte und Michael Küttner. Seine musikalischen Einflüsse zu dieser Zeit sind für einen Musiker am Schlagzeug natürlich Leute wie Billy Cobham, Tony Williams, Jon Hiseman, Keith Moon, u.v.a.
Noch während seiner Schulzeit gründete er 1975 die Gruppe "K9" mit Thomas Ültzen - später "Blues Express". Trotz Musik und bewegten musikalischen Zeiten absolvierte Martin 1977 sein Abitur am Pädagogium der Otto Kühne Schule. Zwei Jahre später 1979 gelang es ihm mit seiner Band "K9" eine erfolgreiche Tournee durch die Bretagne zu unternehmen.
In Bonn gründete er 1980 den VBR (Verein Bonner Rockmusiker), um anschließend in der Zeit von 1980 bis 1981 wertvolle Erfahrungen im amerikanischen Kalifornien zu sammeln. Als frischgebackener Profimusiker war er dort an Plattenaufnahmen mit Dave Torbert beteiligt - ein Gründungsmitglied der Westcoast Band "The New Riders Of Purpel Sage" und "Kingfish".
Als er Ende 1981 nach Deutschland zurück kehrte, ließ die Gründung einer neuen Band nicht lange auf sich warten. Es war die Fusion-Band "Welcome" mit Housheng Nejadepour von der bekannten und erfolgreichen deutschen Band "Guru Guru".
Dann ging es Schlag auf Schlag. 1983 spielte er bei "Ghost", einer Funk-Rock-Band mit Uwe Walter, der bei "Rimaak" und "Alex Oriental Expierience" spielte. Zuletzt auch bei Buddy Rich (Jimmy Hendrix). In den 10 Jahre von 1984-1994 tourte er mit der Band "Blues Express" mit Ralf Grotian an der Harp durch die Lande. Als die Mitarbeit hier endete gründete er 1995 die Fusion-Band "Tide" wo er mit Jan Bledowski von "Krzak" und "Blues Express" auf der Bühne zu erleben war.
Ein Jahr später 1996 nachdem er Gregor Hilden aus Münster kennengelernt hatte, verwirklichte er mit seiner Hilfe einen lang gehegten Traum. Er produzierte seine erste eigene CD, mit dem Titel "United Blues Corporation: United". 1999 lernte er dann John Marshall kennen und spielte in dessen Band "Louisana River Boys" zeitgenössischen Jazz und Blues, die Musik des 20. Jahrhunderts. Als er zur Jahrtausendwende 2000 erneut mit Kiki Schuhmacher, einem Mitbegründer des "Blues Express", in einer Band zusammentraf nannten sie sich "Kiss my Blues", was mit einer Vielzahl von Auftritten bis 2007 andauerte. Seit dem splitten sich Martins Aktivitäten in verschiedene Projekte auf. Besonders zu erwähnen sind: die "Wärters Ächte", hier gehts um Garagenrock aus Düsseldorf, "Schultze", eine Zydeco-Band aus Köln und den Düsseldorfer "Swingbrothers", die sich auf Standard Jazz verlegt haben.
Aus den gelegentlichen Aushilfen bei der Solinger BluesBand "SuperBlue" entwickelte sich Schritt für Schritt eine engere Bindung. Als sich dann in dieser innovativen Band, nach dem Weggang von Daniel Häker, die Gelegenheit bot hier fest einzusteigen, nahm Martin ohne groß zu zögern an. Seit dem sitzt er bei den Auftritten als Super-Groover hinter seinen Trommeln und Becken. Hier gibt er dem musikalischen Bandgefüge einen mehr als soliden Untergrund, zusammen mit dem gitarristischen Bassisten Peter Galow und dem Klangwunder an der Gitarre Frank Eickhorn.
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